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Ausstellung |
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| Michael Hedwig: Körper. Radierungen und Lithographien |
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In Kooperation mit den Freunden der Druckgraphik ![]() MICHAEL HEDWIG, Transit, Lithographie Zur Ausstellung Ein stark prägender früher künstlerischer Eindruck war für Michael Hedwig die Begegnung mit Max Weilers Fresken am Innsbrucker Hauptbahnhof. Von Weiler übernahm Hedwig die Liebe zur Farbe, das starke und ausdrucksstarke Kolorit. Die reihenartigen Strukturen in Hedwigs "Etagenbildern" und die auf ein Zentrum hin orientierten Kompositionen in seinen "Zelt-Körpern" lassen sich bis zu Hedwigs engerem Landsmann Egger Lienz zurückverfolgen. Das Miteinander, das Gemeinsame, das Geistige und die Religiosität der gotischen Malerei und Skulptur in Tirol verbinden sich in Hedwigs Spiritualität mit modernen Denkansätzen und der auf Ideen und Geistiges bezogenen Kunst des 20. Jahrhunderts: die Menschen treten in Hedwigs Bildern als isolierte, auf existentialistische Gedanken zurückgeworfene einzelne, oder als sozial geborgene, abgesicherte und integrierte Mitglieder von Gruppen auf. Für Michael Hedwig bedeutet Heimat Identitätsfindung, den Ort der Herkunft und den Ausgangspunkt des Weggehens: den Ort der Inspiration, den der Künstler verlassen muss, um durch neue Erfahrungen zu neuen Inhalten und Formen künstlerischen Ausdrucks zu gelangen, um das Bild des Menschen auch im Philipp Maurer Michael Hedwig wurde im Jahr 2000 mit dem Theodor Körner Preis für sein Projekt "Über Körper" ausgezeichnet. Der "Theodor Körner Fonds", 1953 von den Arbeiterkammern zur Förderung junger WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen eingerichtet, prämiert nicht das fertige Werk, sondern fördert die Realisierung von Projekten. Konsequent setzt sich der Künstler in den Radierungen des Zyklus "Über-Körper" mit dem Thema Körper und Bewegung auseinander. Er friert die Konstellationen der Körper in Gruppen, paarweise, vereinzelt ein und gewinnt daraus allgemeine Bewegungsmuster. Über das Einzelschicksal hinaus verdichten sich die Radierungen zu einer existentiellen Choreographie des Lebens, die den Menschen in seinen gesellschaftlichen Zusammenhängen und Abhängigkeiten zeigt. Für die Arbeiterkammern als politische Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind die Werke des Künstlers von großer Bedeutung, machen sie doch einmal mehr bewusst, wie sehr "der Körper" im Zentrum des gesellschaftlichen Lebens steht: Eines Lebens, das untrennbar mit Arbeit und Arbeitsumwelt verbunden ist. Herbert Tumpel Präsident der Bundesarbeitskammer Zum Künstler MICHAEL HEDWIG
lebt und arbeitet seit 1974 in Wien Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Wien, Lienz, Dölsach, St.Johann in Tirol, Graz, Innsbruck, Salzburg, Klagenfurt, Bozen/Bolzano, Bonn, Trier, Mainz, Düsseldorf, Köln, Hamburg, Würzburg, Szombathely, Budapest, Bratislava, Prag, Amsterdam, Florenz, Paris, Istanbul, Lefkosia, Jerusalem, Ottawa, Montreal, Washington, Haverford, Albany, New York, Los Angeles, St.Louis u.a. |
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